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  • AutorenbildStefan Trampitsch

Gipfelbuch Eintrag #1: Federispitz

Aktualisiert: 13. Mai

Auf steilen Wegen durch den Wald und auf einem Grat hinauf zum Federispitz. Eine kurze Routenbeschreibung zur Gipfelwanderung ab Weesen via Plättlispitz.


Schwierigkeit: T3

Zeit: Juni bis September, Abhängig vom Schnee

Wetteranforderung: Trocken von Vorteil

Fakten: ➞ 112km ⬈ 1460m ⬊ 1500m ⟳ 6.5h


Übersicht

 

Ausrüstung

Für eine Tagestour reicht ein kleiner Rucksack aus. Ideal sind die 12l Trekkingrucksäcke mit Trinksysteme-Einrichtung zum Beispiel von Deuter*. Ich verwende das Trinksystem von Platypus Big Zip Evo* 2 Liter. Neben dem Wasser kommt noch meine Kamera sowie Verpflegung mit. Selbstgemachtes Sandwich, einen Apfel und eine Banane und einen Proteinriegel. Mit viel Sonnencreme und den Wanderstöcken kann es schon losgehen.


Wanderung zum Gipfel

Die Anreise kann angenehm via Zug nach Ziegelbrücke und via Bus nach Weesen, Post unternommen werden. An dieser Haltestelle ist die erste und auch letzte öffentliche Toilette. Auf der ganzen Strecke gibt es keine Verpflegungsstätte, daher wird dringend empfohlen, genügend Essen und Getränke mitzunehmen.


Auf den ersten zehn Minuten lief ich auf geteerte Strassen. Relativ früh geht es gleich los mit den ersten steilen Teilen. Eine Treppe führte mich direkt in den Wald. An einem Bachlauf entlang geht es schön im Schutz der Bäume hinauf. Trotz des Schatten wird Sonnencreme für die späteren Abschnitte benötigt!


Nach einer guten Stunde und bereits über 500 Höhenmeter erreichte ich eine Zweigstelle. Da ich via Plättlispitz gehen wollte, bog ich links ab, weiter in den Wald. Hier beginnen die Pfade sich schön unter dem Laub zu verstecken. Es braucht ein gutes Auge, um nicht von der Route abzuweichen. Auch über eine Stunde später bleibt die Route stehts steil. Als ich endlich das Ende des Waldes erreichte, wurde ich mit einem phänomenalen Ausblick über den Walensee belohnt.


Nach zwei Stunden erreichte ich die Alp Unternäten und ab da beginnt die immer schmaler werdende Gratwanderung hinauf zum Plättlispitz (1763 m.ü.M.). Hier wird Schwindelfreiheit benötigt sowie Trittsicherheit. Kurz vor dem Gipfel gibt es eine kleine Kraxelstelle. Ihr trifft auf eine Kette um sich zu halten, ich konnte auch normal darüber laufen. Der Wind peitschte mir hier über die Ohren.


Nach einer kurzen Pause auf dem Plättlispitz, der im übrigen eine sehr schöne Aussicht ins Tal bietet, geht es das letzte Stück weiter hinauf zum Federispitz (1865 m.ü.M.). Der Gipfel war bereits nach 12 Uhr gut besucht. Oben angekommen, suchte ich mir ein Plätzchen und legte mich hin. Mittagspause war angesagt!



Da zu dieser Zeit relativ viele Wanderer oben waren ging ich dem Grat entlang weiter, um alleine zu sein. Die Aussicht hinaus in alle Richtungen lohnt sich. Der steile Anstieg ist nicht ohne, das erkannte ich sofort an den vielen erschöpften Gesichtern von den ankommenden Wanderern.


Nach der Mittagspause ging es zurück ins Tal in Richtung Ziegelbrücke. Ich wählte den Weg wie Federigrat und Alp Obernäten. Der Wind ist hier viel ruhiger und so konnte ich entspannt den Grat hinunter gehen. Bis zur Alp war der Weg gut begehbar mit sicheren Tritt. Danach ging es wieder im Schutz der Wälder im Schatten weiter. Dort waren die Wege eher glitschig, weshalb ich konzentriert bleiben musste. Schliesslich möchte ich nicht wie bereits auf dem Hinweg auf dem Hintern rutschen.


Unten angekommen, ging es wieder auf geteerten Strasse zurück zum Bahnhof Ziegelbrücke.

Ausblick auf den Walensee ab dem Federispitz

Ausblick - 1/500s , ISO 200 , Blende 8, Brennweite 24mm , Sony A7III


26 Summits von Ochsner Sports

Für die Gipfel, die nicht in im Alpstein sind, brauche ich oft Tipps von Freunden oder aus anderen Blogs. Die Routenauswahl verdanke ich 26 Summits, eine Gipfelchallenge von Ochsner Sports. Seit 2020 verkünden sie jährlich 26 Gipfel auf allen Kantonen verteilt. Der Federispitz ist in diesem Jahr die Challange aus dem Kanton St. Gallen.

Imposante Bergkulisse mit Blick auf Speer und Mattstock ab dem Federispitz

Ausblick - 1/500s , ISO 200 , Blende 8, Brennweite 24mm , Sony A7III


Route

Gehzeit mit Pause entspricht in etwa 6.5 Stunden.


Schlusswort

Die Tour ist angenehm streng und für Personen, die es mögen, dass es permanent steil aufwärts geht. Es wird für die einzelnen Gratpassagen Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Dazu gibt es keine Verpflegungspausen, daher muss alle mitgetragen werden. Eher für erfahrene Wanderer oder Personen mit guten Kondition geeignet. Die Route kann gut ausgebaut werden mit dem Ziel Schänis anstelle von Ziegelbrücke aber für die lohnenswerte Aussicht gibt es keine Abkürzung auf dem Weg hinauf. Lediglich der Plättlispitz könnte ausgelassen werden.





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