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  • AutorenbildStefan Trampitsch

Wandertour Eintrag #2: Sonnenaufgang über die Ebenalp

Aktualisiert: 21. März

Zwei Tage Wandern im Alpstein mit einer Übernachtung auf der Ebenalp.

Mein Erlebnisbericht und die gewählte Route.


Schwierigkeit: T2-T3

Zeit: Juni bis September, Abhängig vom Schnee

Wetteranforderung: Trocken für Abstieg notwendig

Tag 1: ➞ 13.4km ⬈ 1360m ⬊ 570m ⟳ 8h

Tag 2: ➞ 11.1km ⬈ 480m ⬊ 1230m ⟳ 6h 30'


Übersicht

 

Ausrüstung

Wie bereits auf meiner letzten Tour möchte ich ein paar Worte zur Ausrüstung hinterlassen. Für zwei Tage im Alpstein wird nicht viel Gepäck benötigt. Der wichtigste Hinweis für das Gebirge bleibt immer derselbe: Gutes Schuhwerk ist unerlässlich!

Je nach Wetterbericht können kurze Hosen und kurze Oberteile eine gute Wahl sein. Dennoch empfehle ich eine dünne Fleecejacke einzupacken, falls die Wolken die warmen Sonnenstrahlen verdecken. Eine Regenjacke sollte auf jeden Fall eingepackt werden, da das Wetter in den Bergen schlagartig ändern kann.

Neben der Kleidung werden auch Sonnencreme, Sonnenbrille und ein Käppi benötigt sowie das Necessaire und Schlafsachen. Am Ende der ersten Tour verbrachten wir die restlichen Stunden in der Berggasthütte. Hierfür benötigten wir keine besondere Kleidung, ein weiteres T-Shirt zum Schlafen und für das Abendessen reichte völlig aus.

Um das Gewicht zu reduzieren, nahm ich statt meiner Sony A7III* die Sony A6000* mit. Für alle, die keine Kamera mit Zoomobjektiv haben, empfehle ich ein Fernglas mitzunehmen. Steinböcke sind garantiert!

Die Nacht wird auf einer Berggasthütte verbracht, wo Wasser ein kostbares Gut ist. Überlegt im Voraus, wie viel Wasser ihr tragen möchtet, da es in den Bergen kein Trinkwasser aus dem Hahn gibt. Im Restaurant kann eine 1,5-Liter-Wasserflasche für 12,50 CHF erworben werden. Die Stromversorgung kann von Hütte zu Hütte unterschiedlich sein. Um euer Smartphone vor dem leeren Akku zu bewahren, empfiehlt sich das Mitführen einer Powerbank.

perfekte Ausrüstung für eine Wandertour

Tag 1: Ab Wasserauen über den Rossmad zur Ebenalp

Der Start der Route beginnt in Wasserauen. Mit dem öffentlichen Verkehr von der Post oder Appenzeller Bahn kommt ihr sehr schnell von St. Gallen hierhin. Die Parkplätze für Autos sind beschränkt und oft bereits gegen Mittag überfüllt.

Vom Parkplatz aus geht es am Hotel Alpenrose vorbei direkt in den Wald. In den ersten 30 Minuten wärme ich mich in der Regel auf. Gerade deshalb mag ich den Start ab Wasserauen überhaupt nicht. Nach 1,3 km erreichen wir bereits die ersten 300 Höhenmeter, was anstrengend sein kann, aber zumindest sind wir dann aufgewärmt.

An der zweiten Kreuzung biegen wir in Richtung Meglisalp ab. Ab hier verlassen wir die Wanderwege (T1) und bewegen uns auf Bergwegen (T2 und T3). Hier ist Trittsicherheit und gutes Schuhwerk gefordert. Nach weiteren 200 Höhenmetern werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht über den Seealpsee belohnt. Auf der schmalen Strecke geht es auf der rechten Seite sehr steil hinunter, daher ist Vorsicht geboten. Für schwindelfreie Wanderer keine Herausforderung. Der Weg verläuft grösstenteils im Schatten.

Nachdem wir die Alpsiedlung erreicht haben, lädt die schöne Berggasthütte zu einer Pause ein. Die Aussicht von der Sonnenterrasse auf die Kapelle und die Berglandschaft ist wunderschön. Nach der kurzen Stärkung setzen wir unseren Weg in Richtung Rossmad fort. Weitere 360 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt unserer heutigen Route. Die Aussicht hinunter ins Tal ist einzigartig. Der Pfad hinauf zur Ageteplatte ist breit und angenehm zu gehen.

Nach einem tiefen Atemzug in dieser frischen Höhe geht es wieder hinunter in Richtung Mesmer. Das erste Drittel des Abstiegs ist mit Seilen gesichert und sehr schmal. Wir haben das Glück, dass uns niemand entgegenkommt. Weiter unten treffen wir auf einige bereits gespurte Schneefelder. Von dieser Seite des Rossmad aus kann man eine phänomenale Aussicht auf den Säntis geniessen, wenn der Nebel nicht da ist.

Ab dem Mesmer folgt der entspannteste Teil der Route. Da wir spät angefangen haben, setzen wir unsere Route über Altenalp zur Ebenalp fort. Bis zum Steckenberg begegnen uns viele Munkeli, Steinböcke und Gämse. Es ist wunderbar, die Tiere von dieser kurzen Entfernung in der Natur beobachten zu können. Im Sonnenuntergang laufen wir mit dem Seealpsee zu unserer Hütte.

Erschöpft beziehen wir unser Zimmer und richten uns für das Abendessen. Auf der Ebenalp kann für einen kleinen Unkostenbeitrag von vier Franken für zwei Minuten geduscht werden. Die Gastfreundschaft ist sehr höflich und die Räumlichkeiten sind gut ausgebaut. In den Zimmern sind dicke Schlafdecken vorhanden, die für die kühle Nacht notwendig waren.

Unser Zimmer ist in Richtung gerichtet, sodass wir den Sonnenaufgang vom Fenster aus beobachten können. Später durften wir zwischen acht bis zehn Uhr ein großzügiges Frühstück einnehmen. Übernachtungen sollten unbedingt reserviert werden. Samstag auf Sonntag ist sehr beliebt und oft schon lange im Voraus ausgebucht. Eine Nacht inklusive Frühstück kostet (Stand Juni 2023) auf der Ebenalp 70 CHF.

Tag 2: Via Wildkirchli zum Schäfler

Um zehn Uhr starten wir unsere zweite Tour. Leicht erschöpft vom Vortag gehen wir hinunter zur Eremitenhöhle. Die Sonne steht im Juni schon hoch und kitzelt im Gesicht. Die Luftseilbahn der Ebenalp ist bereits rege in Betrieb. Seit halb acht sind die ersten Personen mit der Bahn gekommen und einige Gleitschirmflieger sind bereits in der Luft. Die Strecke durch die Eremitenhöhle zum Wildkirchli und dem Berggasthaus Äscher ist weltberühmt seit der Veröffentlichung von GEO National Geographic's "Destinations of a Lifetime" mit dem Äscher auf der Titelseite. Wir waren noch nie vor der Veröffentlichung dort, aber der Hype um den Äscher hält nach wie vor an. Wenn ich hier das Wort "Höhle" schreibe, müssen sich die Leser keine Sorgen machen, denn diese wurde 1960 für die Gäste grossräumig gesprengt. Im Durchgang der Höhle findet man Informationen über die Geschichte.

Einige Meter nach der Höhle treffen wir auf das Wildkirchli. Es ist schön auf den Bildern zu sehen und auch sehr beeindruckend, wie der Altar in den Felsen gebaut wurde, aber ein richtiges Bild müsst ihr euch selbst vor Ort machen. Noch ein paar Meter weiter befindet sich das Berggasthaus Äscher, das bereits zu dieser frühen Stunde gut besucht ist.

Nach einem kurzen Abstecher beim Kiosk geht es weiter in Richtung Chlus. Auf der Strecke sind auffällig viele Warnhinweise zu sehen, dass Bergwandern (T2 und T3) kein Spaziergang ist. Einerseits finde ich es toll, dass jeder darauf hingewiesen wird, andererseits finde ich es sehr schade, dass so etwas nicht als selbstverständlich gilt. Auf der rechten Seite befindet sich ein sehr beliebtes und gut ausgebautes Klettergebiet. Auf einer Länge von über 400 Metern treffen wir auf viele Kletterer am Kalk-Felsband. Hier kann man ein unbeschreibliches Panorama geniessen, während man klettert, aber der Wanderweg entlang ist schmal und gefährlich.

Nach dem Chlus gehen wir durch das Pflanzenschutzgebiet in Richtung Berggasthaus Schäfler, dem höchsten Punkt für die heutige Etappe. Da wir nicht denselben Weg wie ab Mesmer hinunter nach Wasserauen nehmen möchten oder den direkten steilen Weg über Altenalp, haben wir uns für den Abstieg in Richtung Lehmen entschieden. Wenn das Säntisgebiet nicht komplett von Schnee bedeckt wäre, hätten wir uns eventuell für einen Weg zum Säntis entschieden. Auf dem Schäfler herrscht reger Verkehr, aus allen Richtungen kommen Wanderer für eine wohlverdiente Pause herauf.

Der Weg hinunter zur Neuenalp ist bei trockenem Boden einfach zu bewältigen. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, kurz auf einem kleinen Hügel neben einem Gipfel (Name nicht gefunden) am Neuenalp zu stehen. Wir konnten zwei Personen beobachten, die von der Nordseite hinaufkletterten. Der restliche Weg ist angenehm und führt schliesslich durch einen Tannenwald bis nach Schwende. Für den Abstieg ist auf jeden Fall Trittsicherheit erforderlich. Von unserem Tagesziel aus steigen wir wieder in den Zug.

Für diejenigen, die noch mehr Energiereserven haben, können auch den Weg ab der Neuenalp nach Lehmen zum Leuenfall einschlagen. Dort stürzt der Berdnlibach aus 34 Metern in die Tiefe.

 

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Schlusswort

Zwei Tage im Alpstein im Frühsommer sind es wert! Natürlich müsst ihr euch gut im Vorfeld informieren, ob die geplante Route im Alpstein begehbar ist. Nach einem so kalten und verregneten Mai kann es durchaus vorkommen, dass gewohnte Wege weiterhin verschneit sind. Plant auf jeden Fall viel Zeit ein, falls ihr auf einer Route umkehren müsst. Eine Übernachtung auf der Ebenalp ist ein schönes Erlebnis und wird wärmstens von uns empfohlen.

Sonnenaufgang Fähnerenspitz

Leider ist die Aufzeichnung ab Mesmer kurzzeitig unterbrochen worden. Die vollständigen Angaben zur Route sind in der Einleitung zu finden.




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1 Comment


Guest
Jun 07, 2023

Danke für die sehr gute Beschreibung. Weckt in mir gleich 《Nachmachen》😉

Lieber Gruss Mellita

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